Umtopfen

Umtopfen geschieht am besten im Frühjahr. Sie sollten dazu nicht billiges Substrat von einem Baumarkt verwenden. Sie wollen gesunde Pflanzen und reichlich Blüten und eine lange Lebensdauer und dies ist nur mit ausreichend guter Qualität zu erreichen.

Der TOV bietet Orchideensubstrat für seine Mitglieder an – günstig und in hoher Qualität.

Bei den Töpfen soll darauf geachtet werden, dass sie besonders viele Löcher im Boden haben, damit kann Wasser rasch abfließen und Luft durch das Substrat zirkulieren, was wiederum die Wurzelatmung und das Wurzelwachstum fördert. Sind die Töpfe noch dazu transparent, kann Licht auch an die Wurzeln vordringen, was deren Wachstum ebenfalls fördert und es ist außerdem sehr praktisch, da man von außen den Zustand der Pflanze gut beurteilen kann und nebenbei auch die Feuchtigkeit im Topf gut unter Kontrolle hat.

Richtiges Umtopfen

Orchideen, vorwiegend Arten und Gattungen, die im üblichen Handel erhältlich sind, sollten von Zeit zu Zeit umgetopft werden. Der Zeitraum ist aber mitunter sehr unterschiedlich. So sollten zum Beispiel Phalaenopsen, wenn sie frisch gekauft sind, gleich nachdem sie abgeblüht haben, auch umgetopft werden. Wenn Sie sich diese Arbeit machen, dann ist es sehr empfehlenswert, diese auch konsequent durchzuführen.

Dazu müssen sie sich folgende Hilfsmittel und Werkzeuge zurechtlegen:

  • eine gute, spitze Pflanzenschere
  • etwas Alkohol zum Desinfizieren
  • etwas feines Holzkohlepulver (oder Zimt) zum Versiegeln der Schnittflächen
  • gutes, frisches Pflanzsubstrat
  • Stäbe zum Fixieren der frisch eingetopften Pflanzen
  • eine Wanne für das Pflanzenbad
  • Sticker u. Bleistift,
  • eventuell neuen Blumentopf
  • Lysoform
  • Schmierseife oder Pril

Und so wird es gemacht . . .

1.) Pflanze aus topfen, alle losen Substratteile entfernen und die Pflanze dann komplett für ca.1/2 Std in ein lauwarmes Wasserbad legen. Um eventuelle Pilze, Keime oder auch Schädlinge zu bekämpfen, sollte dieses Wasserbad mit ein paar Tropfen Lysoform (etwas schwächer als bei einer Körperwaschung) und ein paar Tropfen Geschirrspülmittel ( Pril etc.) oder flüssiger Schmierseife versehen werden.

Danach die Pflanze aus dem Wasserbad nehmen und gründlich mit lauwarmem Wasser abspülen!

Die vormals weißen Wurzeln sind nun grünlich geworden. Sie haben Wasser aufgenommen und sind nun etwas elastischer. Alle diese Wurzeln sind gesund. Die dunkelbraunen oder gar schwarzen sind kaputt und unbedingt zu entfernen.

Die Probe, ob eine Wurzel gut oder schlecht ist, können Sie folgendermaßen vornehmen. Drücken Sie die Wurzel mit zwei Fingern zusammen und ziehen sie leicht. Ist sie noch fest und lässt sich das „Velamen“ (äußere Wurzelhaut) nicht abziehen, so ist die Wurzel noch intakt. Sollte sich das Velamen abziehen lassen und es kommt dann der harte, steife Wurzelkanal zum Vorschein, ist diese Wurzel mit Sicherheit kaputt. Derartige Wurzeln sind bis zum Ansatz zu entfernen, denn alle kaputten Rückstände beginnen zu faulen und erzeugen patogene Zonen.

2.) Auch alte Stiele oder Blattansätze sind zu entfernen. Wenn Sie die Schere benützen: Immer vorher mit Alkohol desinfizieren, die Schnittflächen ebenso (an Wurzeln wie an Blättern). Danach mit Holzkohlepulver die Schnittstellen abdecken, dies wirkt wie ein Pflaster. Nach dem Entfernen der alten schlechten Wurzeln ist für die verbliebenen wieder genug Platz und sie brauchen meistens keinen neuen, größeren Topf. Verwenden Sie den alten Topf wieder, so ist dieser vorher sauber zu reinigen und mit heißem Wasser auszuwaschen.

3.) dann geht es an das Wiedereintopfen. Am Topfboden wird etwas Substrat aufgelegt und die Wurzeln in den Topf eingeführt. Dann wird der Topf gedreht – die Pflanze dabei festgehalten. Dann füllt man das Substrat ein, der Topf wird an der Gegenseite festgehalten und gegenüber an den Topfrand geklopft. Dasselbe wiederholt sich an der gegenüberliegenden Seite. Sie werden sehen, das Substrat wandert dadurch um und zwischen die Wurzeln.

4.) So setzt sich das fort, bis der Topf voll ist. Der 1. Blattansatz sollte sich mind. einen Finger breit über dem Sustrat befinden. Das Substrat nicht in den Topf drücken. Mit dünnen Stächen die Pflanze fixieren, damit sie nicht wackelt. Sie wächst dadurch viel schneller wieder fix ein.

5.) Sticker mit Datum des Umtopfens versehen, und an der jeweiligen Lichtseite anbringen. Damit können Sie die Pflanze nach einer Manipulation( gießen, spritzen od. sprühen usw.) wieder sicher so hinstellen, wie sie es gewohnt ist, und Sie können jederzeit leicht den Zeitpunkt Ihres letzten Umtopfens feststellen.

6.) Verwenden sie nur gutes Substrat, am besten das vereinseigene vom TOV, welches von höchster Qualität ist und für unsere Mitglieder billiger ist als jenes andere vom Handel.

7.) Nach dem Umtopfen mind. 8 Tage nicht gießen!

 

Umtopfen unserer Orchideen im Zeichen des Mondes

 Wenn der Tag wieder länger wird, können wir auch an das Umtopfen und eventuell auch an das Teilen unserer Orchideenpflanzen denken. Durch das größer werdende Lichtangebot springt auch der Motor der Pflanzen (die Photosynthese) wieder stärker an. Es können dadurch von den Pflanzen wieder vermehrt Wasser und Nährstoffe aufgenommen werden. Ich schaue beim Umtopfen auch auf die Mondphasen und vor allem auf die Sternzeichen und habe dabei die besten Erfahrungen gemacht.

Jungfrauentage, aber auch Stier oder Steinbocktage (so genannte Wurzeltage) eignen sich besonders dafür. Auch Aussaaten oder Stecklinge von Zimmer- und Balkonpflanzen sollten an Wurzeltagen (besonders Jungfrauentagen) erfolgen. Wenn Sie Stecklinge an einem Jungfrauentag setzen werden Sie mit schnellem Anwachsen und schönem Wuchs belohnt.

Für das Düngen der Pflanzen eignet sich am besten der Vollmondtag (eventuell auch abnehmender Mond ). Sollten Sie es an diesem Tag nicht geschafft haben, so warten Sie auf den nächsten Jungfrauentag. Der ist für jede Art des Düngens sehr günstig.

Gießen: Wenn möglich, sollte man sich auf die Wassertage beschränken. Dies sind die Sternzeichen – Krebs- Fische -Skorpion. An diesen Tagen ist die Aufnahmefähigkeit der Pflanzen besser und das Substrat oder die Pflanzerde hält das Wasser länger.